Kokoserde: Für welche Pflanzen ist sie geeignet?

Kokoserde: Für welche Pflanzen ist sie geeignet?

Kokoserde findet bei uns immer mehr Verwendung. Ob für Zimmerpflanzen, oder auch Pflanzen, die Du im Garten pflegst, die Erde ist vor allem für die Anzucht sehr vielseitig verwendbar. Eigentlich ein Abfallprodukt aus der Produktion von Kokosöl und Kokosnüssen finden die Kokosnussschalen heute Gebrauch in der Pflanzenwelt. Unser Thema in diesem Artikel: Kokoserde – für welche Pflanzen ist sie geeignet? Viel Spaß beim Lesen!

Das ist Kokoserde

 

Der Begriff „Erde“ stimmt nicht ganz, denn eigentlich besteht Kokoserde aus Kokosfasern. Genauer gesagt aus winzigen Rindenstückchen der Kokospalme. Oft werden noch zerkleinerte Kokosnussschalen unter gemischt. Dies sorgt für die grobe und lockere Struktur der Kokoserde und die Pflanze kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Vorteil: Es kommt zu weniger Wurzelfäule. Für den Verkauf wird die Kokoserde sterilisiert und in Pellets gepresst. Für die unterschiedlichen Pflanzen gibt es mittlerweile auch verschiedene Zusammensetzungen, die auf die Eigenschaften dieser abgestimmt sind.

Kokoserde für welche Pflanzen

Wichtig: Kokoserde enthält von Natur aus keine Nährstoffe. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass Du Deine Pflanzen, die in Kokoserde gedeihen, zusätzlich mit Flüssigdünger versorgst und das von Anfang an.

Vor- und Nachteile von Kokoserde

Wie jede Erde hat auch Kokoserde Vor- und Nachteile. Welche das genau sind haben wir hier für Dich zusammengestellt. So hast Du alles auf einen Blick!

Vorteile von Kokoserde

  • du musst Deine Pflanzen nicht sehr häufig gießen, da die Kokoserde das Wasser sehr gut speichern kann.
  • durch die sterile Verpackung sind keine Pflanzenschädlinge oder Pilzsporen in dem Substrat. Für den Transport nach Übersee wird die Kokoserde zu handlichen und platzsparenden Pellets oder Blöcken gepresst. Das geringe Volumen erleichtert später den Transport nach Hause.
  • keine Verwendung von Torf. Deshalb ist sie umweltfreundlicher.
  • die Kokoserde kann eigentlich überall gelagert werde, da sie sehr trocken ist und somit auch nicht anfängt zu schimmeln.

Nachteile von Kokoserde

  • ein kaum zu erwähnender Nachteil ist, dass die Kokoserde einen Moment braucht, bis sie sich mit Wasser voll gesogen hat und verwendbar ist.
  • der handelsübliche Preis für Kokoserde ist ein bisschen höher als der für normale Blumenerde.
  • sie enthält keine Nährstoffe, weshalb deine Pflanzen regelmäßig und häufiger mit Dünger versorgt werden müssen.

Für welche Pflanzen ist Kokoserde geeignet?

Nachdem wir geklärt haben welche Vor- und Nachteile es gibt, möchtest Du bestimmt endlich eine Antwort auf die Frage: „Kokoserde, für welche Pflanzen ist sie verwendbar?“ Wir haben ein paar Beispiele für Dich zusammen gestellt.

Kokoserde für Zimmerpflanzen

Palmen und Zimmerbäume: Generell funktioniert Kokoserde sehr gut für Palmen und andere Zimmerbäume. Aber natürlich ist jede Pflanze anders und hat unterschiedliche Ansprüche. Vergewissere Dich deshalb ob die Pflanze, die du in Kokoserde pflanzen möchtest, eine hohe Wasserdurchlässigkeit bevorzugt.

Bonsai: Bonsaipflanzen mögen gerne eine Mischung aus Kokoserde und Blähton, da diese die Wasserspeicherkapazität erhöht.
→ Hier findest du eine Anleitung zur richtigen Pflege deines Bonsais.

Orchideen: Die unzähligen Orchideenarten haben eines gemeinsam: sie besitzen besondere Ansprüche was das Substrat betrifft. Unter die spezielle Orchideenerde kannst Du sehr gerne ein bisschen Kokoserde mischen.
→ So pflegst du deine Orchideen richtig.

Kokoserde für Gemüse

Paprika, Tomaten, Zucchini: Für diese Gemüsesorten eignet sich zum Beispiel Kokoserde zum Aussäen in einer Anzuchtschale super. Sobald Du jedoch die Jungpflanzen in eigene Töpfe oder in den Garten umpflanzt, solltest Du nährstoffreichere Erde verwenden. Natürlich kannst Du dann immer noch ein bisschen Kokoserde für eine bessere Wasserspeicherfähigkeit untermischen.

Kokoserde für Kräuter

Kokoserde

Petersilie, Basilikum & Co: Auch für die Anzucht von Kräuter eignet sich Kokoserde.

Kokoserde für Sukkulenten und Kakteen

Kakteen und Sukkulenten wie Aloe Vera und Echeveria bevorzugen zwar nährstoffarme Erde, allerdings benötigt die Erde auch ein hohe Wasserdurchlässigkeit. Aus diesem Grund ist Kokoserde nicht ideal für Sukkulenten oder Kakteen. Verwende deshalb lieber eine spezielle Sukkulentenerde oder mische Deiner Kokoserde Blumenerde sowie kalkfreien Sand hinzu.

Fazit für die Verwendung von Kokoserde

Das Einzige was Du bei der Verwendung von Kokoserde beachten musst ist, wie Du sie nach dem Einpflanzen pflegst. Das heißt Du solltest sicher gehen, dass Du Deinen Pflanzen immer genügend Nährstoffe zuführst. So kannst Du zum Beispiel direkt bei der Aktivierung der Erde Flüssigdünger hinzugeben. Die meisten Zimmerpflanzen sollten alle 2 – 3 Monate gedüngt werden. Mit Kokoserde solltest Du ein Mal im Monat ca. 1/4 Dünger in dein Gießwasser mischen und alle 3 Monate die auf der Packung vorgeschriebene Menge.