Die 5 besten Mittel gegen Wollläuse

Die 5 besten Mittel gegen Wollläuse

Wollläuse Hintergrund: Das Leben der Wollläuse

Oft werden die Wollläuse auch Schmierläuse genannt und kommen sowohl drinnen als auch draußen an Pflanzen vor. Die zwischen einem und zwölf Millimeter großen Tierchen kommen weltweit vor.

In Mitteleuropa sind jedoch die Zitrusschmierlaus und die Langschwänzige Schmierlaus am häufigsten vertreten.

Wie beschädigen Wollläuse die Pflanze?

Die Wollläuse schädigen die Pflanze durch ihre Saugtätigkeiten, zum Beispiel an ihren Blättern, dem Stängel oder auch an den Wurzeln. Aber nicht nur das schadet der Pflanze.

Die kleinen Tierchen scheiden zusätzlich auch noch Gifte durch ihren Speichel aus. Dadurch wird der Wachstumsprozess der noch gesunden Pflanze gehemmt.

Wollläuse erkennen

Eigentlich erkennst du die befallenen Pflanzenteile ganz eindeutig: kleine, weiße Gespinste umgeben die Tierchen. Diese wachsartige Substanz dient als Schutz. Zusätzlich sondern die Wollläuse genau wie die Blattläuse den Honigtau als Abfallprodukt ab.

Diese klebrig süße Substanz zieht Rußpilze stark an. Wenn das der Fall ist, ist Deine Pflanze nicht nur von Wollläusen befallen, sondern zusätzlich macht ihr auch noch der Rußpilz zu schaffen. Eine doppelte Belastung also!

Wenn die Blätter Deiner Pflanze befallen sind, dann verfärben sie sich meist gelblich und rollen sich ein, bis sie abfallen. Ist der Befall sehr stark, dann kann es sogar sein, dass die Pflanze abstirbt, aber soweit wird es mit unseren Mitteln gegen Wollläuse natürlich nicht kommen!

Woher kommen Wollläuse?

Leider treten die Wollläuse oft bei falscher Pflege bzw. falschen Standortbedingungen auf. Deshalb ist es umso wichtiger, darauf besonders zu achten. Trockene Luft und ein zu warmer oder auch dunkler Standort begünstigen den Befall durch Wollläuse.

Meistens treten diese Probleme in den Wintermonaten auf, wo oft trockene Heizungsluft in den Räumlichkeiten herrscht. Außerdem fühlen sich die kleinen Tierchen auch besonders in einer mit Stickstoff überdüngten Erde wohl.

Tipp: Achte immer auf eine gut durchlüftete Wohnung und vermeide es mit chemischen Düngemitteln die Pflanze zu bearbeiten.

Wollläuse Hausmittel - Top 5

Hier stellen wir Dir unsere fünf Mittel gegen Wollläuse vor. Einige von den Hausmitteln hast Du wahrscheinlich schon Zuhause. Wenn nicht, dann ist das auch kein Problem, denn diese Sachen bekommst Du problemlos im Supermarkt oder auch im Gartencenter.

1. Knoblauch

Ein bewährtes Mittel gegen Wollläuse ist der Sud aus Knoblauch. Um dieses Hausmittel herzustellen musst Du zuerst 50 g frischen Knoblauch sehr fein hacken.

Anschließend übergießt Du ihn mit 1,5 L kochendem Wasser. Lass den Sud ca. 30 min ziehen. Danach kannst Du ihn durch ein Sieb schütten. Wenn der Sud abgekühlt ist, kannst Du ihn mit Hilfe einer Sprühflasche auf die befallene Pflanze bringen.

2. Seifenlösung

Löse 2 EL Schmier- oder Kernseife in einem Liter Wasser auf. Anschließend kannst Du einen Lappen mit der Lösung befeuchten und die befallene Pflanze damit abwischen. Alternativ kannst Du die Lösung auch in eine Sprühflasche geben. Achte immer darauf, dass das Mittel nicht auf die Erde im Topf gelangt.

3. Schachtelhalmkraut

Getrocknetes Schachtelhalmkraut ist auch sehr gut geeignet um Wollläuse zu bekämpfen. Koche 30 min lang ca. 20 g von dem Kraut in einem Liter Wasser auf.

Danach solltest du den Tee abkühlen lassen und durch ein Sieb schütten. Zusätzlich kannst Du auch noch einen Schuss Pflanzenöl hinzufügen. Mit der Sprühflasche sprühst Du anschließend die Lösung gezielt auf.

4. Melissengeist

Mische etwas Melissengeist mit Wasser und füge die Lösung dann auch in eine Sprühflasche. Der enthaltene Alkohol ist ein perfektes Mittel gegen Wollläuse. Er löst die wachsartige Außenhülle der Läuse auf, sodass sie ungeschützt sind.

5. Brennnesselsud

Für den Sud solltest Du 1 kg an frischen Brennnesseln in einem Behälter mit 10 L kochendem Wasser übergießen. Den abgedeckten Behälter solltest Du nun drei Tage ziehen lassen (am Besten einmal täglich umrühren). Anschließend kannst Du den Sud wie bei dem Schachtelhalmkraut durch ein Sieb schütten und in eine Sprühflasche umfüllen, mit der Du die betroffenen Pflanzenteile besprühen kannst.

Beispiel: Wollläuse Orchideen

Ist auf Deiner Orchidee ein weißer Belag zu sehen? Zusätzlich merkst Du schon seit Längerem, dass die Blätter anfangen welk zu werden? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Deine Pflanze von Wollläusen befallen ist.

Damit sich der Schädling nicht noch weiter ausbreitet, gibt es auch hier einfache biologische Mittel gegen Wollläuse. Diese solltest Du immer zuerst den chemischen Mitteln aus dem Gartencenter bevorzugen.

Hausmittel bei Orchideen

Wenn der Befall noch nicht so weit vorangeschritten ist, hilft vor allem eine Öl-Spülmittel-Lösung. Zuallererst solltest Du die befallene Orchidee von den anderen Pflanzen trennen, um eine Übertragung von Wollläusen zu vermeiden. Wenn die Blüten betroffen sind, musst Du diese sofort abschneiden. Für die Öl-Spülmittel-Lösung musst Du 1 L Wasser auf 2 EL Olivenöl und einen guten Schuss Spülmittel mischen. Danach kannst Du mit Hilfe einer Sprühflasche die Lösung täglich auf die Pflanze geben.

Tipp: Wenn Du dieses Mittel gegen Wollläuse angewendet hast, dann hilft ein zusätzliches Umtopfen, da auch die Wurzeln betroffen sein können. Hierzu solltest Du vorsichtig die alte Erde entfernen und die Wurzeln mit Wasser besprühen. Anschließend mit frischer Orchideenerde in einen neuen Topf pflanzen.

Beispiel: Wollläuse Hortensien : Das Hausmittel

© by MadeleineSchäfer, CC BY-SA 3.0

Um die Wollläuse erfolgreich an der betroffenen Pflanze zu bekämpfen, hilft ein Gemisch aus Öl, Wasser und Spülmittel, ähnlich der Lösung für die Orchideen.

Mische hierfür 12 g Paraffinöl und ein Liter Wasser zusammen. Der Lösung musst du anschließend noch zehn Tropfen Spülmittel hinzufügen, damit sie effektiv gegen die Wollläuse wirkt. Die Lösung kannst Du wieder mit Hilfe einer Sprühflasche gezielt auf die betroffenen Pflanzenteile geben.

Beispiel: Wollläuse Palmen

Neben den Orchideen und der Hortensie werden auch sehr gerne Palmen von Wollläusen befallen. Einen Befall an Deiner Palme erkennst Du daran, dass sich die Blätter gelb verfärben und sie zu Boden fallen. Außerdem ist auch hier die weiße wachsartige Substanz, die die Wollläuse schützt, zwischen den Blättern zu sehen.

Hausmittel bei Palmen

Um den Wollläusen den Kampf anzusagen, steht Dir ein einfaches Hausmittel zur Seite. Bevor Du aber dieses Mittel gegen Wollläuse anwendest, solltest Du zuerst die Pflanze isolieren, um eine Übertragung zu vermeiden.

Stelle sie an einen hellen, aber nicht zu warmen Ort. Um das Gemisch aus Spiritus, Öl und Wasser herzustellen musst Du 15 ml Spiritus mit 15 ml Paraffinöl und einem Liter Wasser vermischen. Sprühe dann mit Hilfe einer Sprühflasche die Lösung in einem Abstand von zwei bis drei Tagen auf die betroffenen Stellen Deiner Palme.


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