Zimmerpflanzen richtig umtopfen

Zimmerpflanzen umtopfen: Einfache Anleitung die Spaß macht

Um das Wachstum Deiner geliebten Grünlinge nicht zu hemmen, solltest Du von Zeit zu Zeit Deine Zimmerpflanzen umtopfen. Du fragst Dich jetzt sicherlich wann der richtige Zeitpunkt ist, oder auch wie oft Deine Pflanze umgetopft werden muss. Kurz gesagt: Wie werde Zimmerpflanzen richtig umgetopft? Diese und noch weitere Fragen wollen wir Dir beantworten. Außerdem zeigen wir Dir anhand einiger Beispiele von Zimmerpflanzen wie Dir das richtige Umtopfen gelingen kann. Denn das rechtzeitige Umtopfen in frische Erde ist die Grundlage für ein kräftiges Wachstum und bildet zudem eine gute Nährstoffversorgung für die Entwicklung der Pflanze.

Frühling oder Winter? Zu welcher Jahreszeit Du Deine Zimmerpflanzen umtopfen solltest

Generell kannst Du Deine Zimmerpflanzen umtopfen zu jeder Jahreszeit. Am besten eignet sich jedoch die Wachstumsphase. Im Frühling bekommt Deine Zimmerpflanze so genügend Tageslicht und gleichzeitig frische Erde mit neuen Nährstoffen. So ist das Umtopfen die beste Bedingung für ein gesundes und kräftiges Pflanzenwachstum.

Natürlich kannst Du Deine Pflanze auch im Herbst oder im Winter umtopfen, wenn Du zum Beispiel merkst, dass der Tontopf gesprengt ist oder die Blumenerde ausgelaugt ist. Dann solltest Du nicht bis zum Frühjahr warten, sondern sofort die Sache in die Hand nehmen!

Wie oft sollte ich meine Zimmerpflanzen umtopfen?

Das Umtopfen der Pflanze hängt in erster Linie von der Art der Pflanze ab. Wenn Deine Zimmerpflanze sehr schnell wächst und eine intensive Wurzelbildung hat, wie zum Beispiel der Gummibaum, dann solltest Du sie wenn möglich jedes Jahr in einen größeres Gefäß umtopfen. Bei langsam wachsenden Pflanzen mit relativ geringem Nährstoffverbrauch, wie einer Kaktee, hast Du mehr Zeit. Hier reicht es, wenn Du sie alle zwei bis vier Jahre umtopfst.

Also ist hier die Regel: Topfe Deine Pflanze je nach Wachstum alle 1-4 Jahre im Frühjahr in einen größeren Topf um!

Unsere 3. Tipps fürs richtige Umtopfen Deiner Zimmerpflanze

Hier wollen wir Dir zeigen was Du beim Umtopfen Deiner Zimmerpflanzen beachten solltest. Nicht nur die Jahreszeit ist wichtig, sondern auch die richtige Erde, der perfekte Topf und die Pflege danach wie zum Beispiel die Bewässerung oder Düngung.

1. Der richtige Topf

Die richtige Größe des neuen Topfes ist besonders wichtig. Topfe Deine Pflanze in ein Gefäß, was ca. 2-3 cm größer ist als das vorherige. Außerdem sollte an der Unterseite ein kleines Loch sein, sodass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. So steht die Pflanze stabil und ihre Wurzeln können die neue Erde wieder gut durchdringen. Ältere Zimmerpflanzen, die nicht mehr so ein schnelles Pflanzenwachstum besitzen und nicht jedes Jahr umgetopft werden müssen, benötigen eher einen Gefäßdurchmesser, der ca. 5-6 cm größer ist als der vorherige.

Achtung: Ist der Topf zu groß, kann das Deiner Pflanze schaden. Es kann sich leichte Staunässe bilden, was zum Verfaulen der Wurzeln führen kann.

Tipp: Untersuche Deine Zimmerpflanzen vor dem Umtopfen auf Blattläuse und Spinnmilben. So vermeidest Du das sich diese im neuen Topf auf der Pflanze wieder ausbreiten.

Beispiel: Elefantenfuß

Der dekorative Elefantenfuß zählt zu den pflegeleichten Zimmerpflanzen. Aber auch hier solltest Du ein optimale Topfgröße wählen. Der neue Topf darf nicht zu groß sein, da der Elefantenfuß dann zu viel Energie in sein Wurzelwachstum steckt anstatt in den schönen Stamm und die saftigen grünen Blätter. Das Gefäß sollte nur geringfügig größer sein als das alte. So schaltet die Wurzelbildung auf Sparmodus und der Elefantenfuß kann seinen typischen dicken knollenartigen Stamm  mitsamt den Blättern wunderbar ausprägen.

2. So erkennst Du gute Blumenerde für Deine Zimmerpflanze

Auch die richtige Blumenerde ist wichtig beim Thema Umtopfen. Zimmerpflanzen mögen Erde, die eine lockere und krümelige Struktur besitzt. So bekommt Deine Pflanze genügend Luft und Sauerstoff, was sie für ihre gesunde Entwicklung benötigt.

Spezialfall: Diese Erde ist allerdings nicht für Orchideen oder Kakteen geeignet. Sie benötigen ein Spezial-Substrat mit Atmungsflocken aus Vulkan-Gestein.

Gute Blumenerde erkennst Du auch vor allem am Preis. Verzichte deshalb auf Billigware, die nicht steril ist und leicht anfängt zu schimmeln. Deshalb am besten keine Kompromisse bei der Qualität der Blumenerde machen.

3. Die Pflege danach

Nachdem Du Deine Zimmerpflanze in ein größeres Gefäß umgetopft hast, solltest Du sie auch richtig bewässern. So unterstützt Du das optimale Wachstum der Pflanze. Das Wasser sollte nicht zu kalt und der Kalkgehalt sollte nicht zu hoch sein. Am besten bewässerst Du Deine Pflanze durch einen Untersetzer oder mit Hilfe von Übertöpfen.

Eine hochwertige Blumenerde enthält bereits Dünger. Deshalb brauchst Du Deine Pflanze erst nach 6-8 Wochen nach dem Umtopfen zu düngen.

Unterschiedliche Zimmerpflanzen  – unterschiedliches richtiges Umtopfen

Das Umtopfen bei Zimmerpflanzen lässt sich allerdings nicht ganz verallgemeinern. Einige Pflanzen sind sehr sensibel was das Umtopfen angeht oder vertragen nur bestimmte Erde. Wir zeigen Dir hier den Unterschied anhand von Palmengewächsen und Orchideen. Zwei ganz unterschiedliche Pflanzenarten mit eigenem Charakter.

Beispiel 1: Topfe Deine Palme richtig um

Palmengewächse sind mittlerweile sehr beliebt und können auch im Topf sehr alt werden. Wichtig ist jedoch auch hier, dass Du Deine grazile Pflanze regelmäßig und richtig umtopfst.

Hier zeigen wir Dir eine Hilfestellung, damit das Umtopfen gut gelingt.:

  • Gieße Deine Palme vor dem Umtopfen, sodass der Wurzelballen nicht auseinanderfällt
  • Entferne den alten Topf nun sehr vorsichtig: Palmen reagieren sehr empfindlich auf Wurzelbeschädigungen!
  • Löse die verbrauchte Erde vorsichtig ab
  • Schneide die abgestorbenen Wurzelteile mit einem scharfen Messer vorsichtig ab

Wie bereits erwähnt sollte die Erde eine lockere und krümelige Struktur besitzen. Einen geringen Anteil an Torf, Flusssand und Lehm liebt die Plame auch. Der neue Topf muss auf jeden Fall genügend Wasserabzugslöcher besitzen, da Palmen auf Staunässe sehr empfindlich reagieren.

Beispiel 2: Das richtige Umtopfen von Orchideen 

Auch beim Umtopfen von Orchideen gibt es einiges was Du beachten solltest. Die Familie der tropischen Orchideengewächse wächst in ihrer natürlichen Umgebung nicht auf herkömmlicher Erde, sondern auf den Ästen der Bäume. Aus diesem Grund gedeihen viele Orchideen auch nicht in normaler Blumenerde, sondern benötigen spezielle Orchideenerde.

Alle 2-3 Jahre solltest Du Deine Orchidee umtopfen. Damit dieses Vorhaben gelingt, haben wir für Dich eine kleine Anleitung:

  • Löse die Orchidee mitsamt ihren Wurzeln vorsichtig aus dem Topf. Ein vorheriges Wasserbad erleichtert das Herauslösen aus dem alten Topf.
  • Entferne auch hier vorsichtig die alte Erde. Aber pass auf, dass möglichst keine Wurzel zu Bruch geht.
  • Schneide die abgestorbenen vertrockneten Wurzeln ab.

Achtung: Vermeide das Umtopfen Deiner Orchidee während ihrer Blütezeit. Das gleichzeitige Anwurzeln und Blühen ist für die Pflanze sehr energieaufwändig. Sollte die Orchidee ununterbrochen blühen, dann schneide die Blütenstiele bei Deiner Umpflanzaktion vorsichtig ab. So hat sie mehr Kraft um mit den Wurzeln in der Spezialerde  neuen Halt zu finden.

Frisch umgetopft strahlt Dich Deine Orchidee an ihrem Platz wieder an!

 Zimmerpflanzen umtopfen: Neue Kleider für Deine Pflanze

So wie Kinder in ihren Wachstumsphasen regelmäßig neue Kleidung benötigen, brauchen Deine Zimmerpflanuzen natürlich auch von Zeit zu Zeit ein neues Heim. D.h. sie müssen umgetopft werden. Einmal in die Routine des Umtopfens gekommen, merkst Du auch schnell, dass es eigentlich kein großer Aufwand ist und Du deshalb nicht davor zurückschrecken solltest. Nur bei einigen Pflanzen, wie z.B. der Orchidee wegen ihrer Spezialerde solltest du ein bisschen mehr Acht geben. Aber denke immer dran: Nichts ist unmöglich.

Also falls Deine Pflanze mal wieder anfängt ihren Topf zu sprengen, dann heißt es: Erde raus und los geht’s!

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