Der Zierspargel - Die richtige Pflege

Der Zierspargel: Tipps und Tricks – Die richtige Pflege

Sein Aussehen wirkt zierlich und empfindlich und doch gehört der Zierspargel zu einer der anspruchslosen Zimmerpflanzen. Deshalb eignet er sich gerade für Personen die sehr wenig Erfahrung mit Pflanzen haben. Ganz egal ob Du den Zierspargel aufrecht wachsend oder hängend in Deiner Wohnung haben möchtest, wir zeigen Dir wie Du Deinen Zierspargel pflegen solltest, sodass er zu einer unverkennlichen Pflanze bei Dir heranwächst.

Die Herkunft dieses zierlichen Gewächs

Seinen Ursprung hat der Zierspargel, in der Wissenschaft auch Asparagus densiflorus genannt, in Asien und Südostafrika. Erst durch den Botaniker Karl Sprenger (1846-1917) kam der Zierspargel nach Europa. Früher wurde er deshalb auch Asparagus sprengeri genannt. Botanisch gesehen gehört der Zierspargel zu den Spargelgewächsen. Dadurch hat er eine gewisse Ähnlichkeit mit dem klassischen Spargel, Asparagus offincinalis. Für Nutzgärtner ist aber ein deutlicher Unterschied zwischen diesen beiden Pflanzen zu erkennen.

Die verschiedenen Arten

In seiner Heimat in Asien und Südostafrika sind mehrere hundert Arten bekannt. Bei uns ist die Anzahl in den Blumengeschäften allerdings begrenzt. Meist sind die drei Arten Asparagus densiflorus, Asparagus falcatus und Asparagus setaceus zu kaufen. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Blätterwuchs und ihrer Pflege.

Das Aussehen des Zierspargels

Der Zierspargel zeichnet sich durch seine unverkennlich zierlich dünnen Blätter aus. Botanisch gesehen sind die Blätter jedoch keine echten Blätter im herkömmlichen Sinne, sondern haben sich zu Dornen umgebildet. Die Blätter, die wir als solche erkennen, sind umgebildete Seitensprossen, d.h. sie ähneln kleinen Pflanzenausläufern, die von der Mutterpflanze ausgehen.

Die Wuchsart und -höhe ist je nach Sorte unterschiedlich. So kann der Zierspargel bis zu 100 cm an Höhe erreichen. Mal wächst er eher aufrecht nach oben, mal hängen seine langen Triebe nach unten.

Zierspargel pflegen

Blüte und Früchte

Wenn Dein Zierspargel optimale Standortbedingungen hat und eine gute Pflege vor allem im Sommer genießen kann, dann bildet er unter Umständen Blüten aus. Diese sind winzig klein und besitzen eine weiße Farbe. Leider ist die Spargelblüte nicht sehr zuverlässig.

Wenn die Blütezeit der Pflanze im Spätsommer vorüber ist, dann entwickeln sich die Früchte. Diese sind winzig kleine rote Beeren, die an der Pflanze hängen.

Wichtig: Die Früchte des Zierspagels sind nicht zum Verzehr geeignet, da sie stark giftig sind.

Den Zierspargel pflegen: Die richtige Fürsorge bei Dir Zuhause

Wie bei allen Zimmerpflanzen ist natürlich auch beim Zierspargel eine richtige Pflege unabdingbar. Wenn Du eine gesunde Pflanze bei Dir in der Wohnung haben möchtest, dann ist es wichtig auf ein paar Dinge zu achten. Dein Zierspargel wird es Dir mit einem prächtigen Wuchs danken.

Der richtige Standort

Hier kommt es darauf an, welche Art an Zierspargel Du hast. Die Sorte Asparagus densiflorus kann nämlich auch im Gegensatz zu den anderen Arten im Schatten wachsen. Diese bevorzugen lieber einen etwas helleren Standort um genügend Licht zu bekommen. In der prallen Sonne dürfen sie allerdings auch nicht stehen. Asparagus setaceus hat am liebsten ein kühles Plätzchen im Winter mit ca. 10 Grad. Die anderen Arten können hingegen problemlos in Räumlichkeiten mit höherer Temperatur überwintern.

Tipp: Achte darauf, dass die Pflanze an ihrem Standort nie ganz ohne Licht steht. Das führt nämlich zu Blattverlust.

Gießen und Düngen

Zur richtigen Pflege Deines Zierpargels gehört auch das regelmäßige Gießen und Düngen. Die Erde sollte niemals ganz trocken sein. Im Gegenteil: Über das ganze Jahr sollte die Zimmerpflanze immer schön feucht gehalten werden. Trotzdem kannst Du in den Wintermonaten die Pflanze ein bisschen weniger gießen, als im Sommer, da sie hier nicht so viel Wasser verdunstet.

Tipp: Wenn die Luft in der Wohnung sehr trocken ist, dann kannst Du Deinen Zierspargel auch ab und zu mit Wasser besprühen.

In den Sommermonaten ist es wichtig, dass Du die Pflanze einmal in der Woche ausreichend mit Nährstoffen versorgst. Im Winter reicht es, wenn Du einmal im Monat düngst.

Regelmäßiges Umtopfen für ein gesundes Wachstum

Der Topf Deiner Pflanze sollte sehr geräumig sein, da der Zierspargel sehr gerne Platz hat. Im Abstand von 2-3 Jahren, solltest Du ihn allerdings umtopfen, sodass ein gesundes Wachstum gegeben ist. Denn nach dieser Zeit braucht die Pflanze wieder frische neue Erde um die enthaltenen Nährstoffe mit ihren Wurzeln wieder aufnehmen zu können. In unserem Artikel Zimmerpflanzen richtig umtopfen findest Du dazu hilfreiche Tipps.

Das richtige Schneiden

Im Grunde benötigt der pflegeleichte Zierspargel keinen besonderen Schnitt. Falls Blätter welk sind, kannst Du sie natürlich abschneiden.

Tipp: Wenn Du mal vergessen hast Deinen Zierspargel über einen längeren Zeitraum zu gießen und die Blätter anfangen welk zu werden, kein Grund zur Sorge! Hier hilft ein Radikalschnitt: Schneide die Blätter bis kurz über der Erde zurück und stelle die Pflanze anschließend an einen warmen Ort. Zusätzliche Luftfeuchtigkeit kann auch helfen.

Züchte Deine Zierspargel-Familie

Wenn Du Deinen Zierspargel umtopfen möchtest, dann kannst Du ihn davor ohne Probleme teilen (vorausgesetzt es handelt sich um eine buschige Pflanze). Falls die Wurzeln zu stark aneinander haften, dann kannst Du ein scharfes Messer zur Hilfe nehmen. Einmal getrennt, kann jede Pflanze für sich in einen eigenen Topf gepflanzt werden. So einfach hast Du einen neuen kleinen Zierspargel.

Merke: Deine Zierspargelableger sollten immer die gleichen Standortbedingungen wie die Mutterpflanze haben.

Alternativ kannst Du auch die Samen, die in den Früchten enthalten sind, am besten im Frühjahr aussäen. Hier sollte die Aussaattemperatur am besten 20 Grad betragen. Dann fangen die Samen schnell an zu keimen.

Ist der Zierspargel giftig für Haustiere?

Wie bei allen anderen Zimmerpflanzen stellt sich immer wieder die Frage, ob der Zierspargel giftig für Hunde oder Katzen ist. Offiziell gehört der Zierspargel zwar zu den giftigen Zimmerpflanzen ist aber nur bedingt giftig. Die Beeren, die sich während bzw. nach der Blütezeit entwickeln sind stark giftig. Die Blätter und die Blattstiele sind hingegen nicht giftig. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass die Beeren nicht von Deinen Haustieren gegessen werden, aber auch für den Menschen sind sie ungenießbar. Beim Verzehr kann es zu typischen Vergiftungserscheinungen kommen. Bei kleineren Tieren, wie z.B. Meerschweinchen kann es aufgrund dem Körpergröße/-gewicht Verhältnis sogar zum Tod kommen.

Die Krankheiten des Zierspargels

Auch der Zierspargel kann bei falscher Pflege von Krankheiten befallen werden. Wenn Dir auffällt, dass die Blätter Deiner Pflanze anfangen zu vergilben und auf den Boden rieseln, dann ist das oft ein Zeichen für Lufttrockenheit. Wenn Du Deinen Zierspargel richtig pflegst, dann kannst Du einen Befall durch Pflanzenschädlinge schon vorzeitig verhindern.

Tipp: Sorge dafür, dass immer genügend Luftfeuchtigkeit im Raum vorhanden ist. Wenn das der Fall ist und die Blätter trotzdem weiter rieseln, dann kann es auch sein, dass die Pflanze nicht genügend Nährstoffe hat.

Spinnmilben und Schildläuse

Wenn der Standort zu warm und zu hell ist, dann tauchen vor allem Spinnmilben und Schildläuse auf. Du siehst, der Standort ist für eine gesunde Pflanze sehr wichtig. Außerdem verträgt der Zierspargel auch nicht so viel Pflanzenschutzmittel. Deshalb solltest Du immer zuerst versuchen mit biologischen Mitteln Deiner Pflanze zu helfen.

Blattschmuck mit besonderen Blattwedeln

Jetzt steht der Pflege Deines Zierspargels nichts mehr im Wege. Mit diesen Tipps und Tricks, die wir Dir eben gezeigt haben, kannst Du nun Deine Wohnung mit der zierlichen Schönheit schmücken. Von nun an kann der Zierspargel Deine Wohnung auch als Zuhause anerkennen und mit der richtigen Pflege und Fürsorge, werdet ihr beide bestimmt unzertrennliche Freunde.

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