Tomaten düngen

Tomaten düngen: diese Hausmittel eignen sich am besten

Das Thema Düngen ist eine kleine Kunst für sich. Bei einem falschen Ratschlag, kann es schnell zu einer Überdüngung oder zu Mangelerscheinung an der Pflanze kommen. Zu viel oder zu wenig, beides hat negative Auswirkungen auf das Wachstum. Nichtsdestotrotz sollte Dich das Thema Tomaten düngen nicht abschrecken. Wir zeigen Dir hier was Du alles beachten solltest und stellen Dir auch einige Düngemittel vor. So ist für Deine Tomaten gesorgt.

Wann musst Du Deine Tomaten düngen?

Da Tomaten zu den Starkzehrern im Pflanzenreich gehören benötigen sie auch für ein gesundes Wachstum dementsprechend viele Nährstoffe. Vor allem während der Wachstums- und Reifephase ist es sehr wichtig Deine Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Auch hier gibt es natürlich die unterschiedlichsten Möglichkeiten Deine Tomaten zu düngen. Im Laufe des Artikels werden wir Dir auch einige vorstellen. Zuerst aber ein paar Infos vorneweg.

Die benötigten Nährstoffe

Die Elemente Stickstoff, Kalium, Phosphor und Magnesium sind essentiell für Deine Tomaten. Es ist sehr wichtig, dass sie im richtigen Verhältnis vorliegen, also weder ein Überschuss noch ein Mangel entsteht.

Stickstoff: fördert das generelle Wachstum der Pflanze

Kalium: fördert die Fruchtbildung der Tomate und sorgt für einen aromatischen Geschmack

Phosphor: für eine optimale Energieversorgung in der Pflanze notwendig

Magnesium: Bestandteil der Photosynthese bzw. notwendig für die Bildung des Chlorophylls

Der richtige Zeitpunkt

Auch der Zeitpunkt des Düngens sollte gut gewählt sein. Eine Regel kannst Du Dir auf jeden Fall merken: Beim Tomaten aussäen solltest Du niemals düngen. Generell gilt bei Jungpflanzen, erst nach ca. zwei bis vier Wochen nach dem Aussetzten zu düngen. Nach einem Monat kannst Du dann wieder nach düngen. Wenn Du schon jetzt weißt, dass Du im nächsten Frühjahr Tomaten in Deinem Pflanzenbeet anbauen möchtest, dann kannst Du schon im vorherigen Herbst den Boden mit Kompost düngen. Dadurch wird er schön nährstoffreich für den kommenden Anbau im Frühling.

Tipp: Am besten ganz früh morgens oder am späten Abend die Tomaten düngen.

Tomaten düngen

Wie oft musst Du Deine Tomaten düngen?

Die Anzahl der Düngezufuhren hängt immer von der jeweiligen Tomatensorte ab. Außerdem nimmt auch die Art des Düngers Einfluss darauf. Eine grobe Faustregel kannst Du Dir trotzdem merken: Nach dem Einsetzen der Jungpflanzen, solltest Du wenn möglich ca. alle zwei Wochen Deine Tomaten düngen. Bei Mangelerscheinung musst Du natürlich öfters zum Dünger greifen. Gleiches gilt für einen Überschuss an Nährstoffen: Hier solltest Du natürlich das Düngen reduzieren.

Tomatendünger selber machen: Hausmittel, die sich eignen

Am besten ist es natürlich wenn Du auf chemische Düngemittel verzichten kannst und dafür biologisch abbaubare Mittelchen für Deine Tomaten verwendest. Hausmittel eignen sich perfekt dafür, da Du sie ja meistens schon zu Hause hast. Zum Beispiel Eierschalen, die Du ins Gießwasser gibst geben ihre Nährstoffe an das Wasser ab und versorgen so Deine Pflänzchen. Aber auch eine Jauche aus Brennnessel eignet sich als Düngemittel: Hierfür solltest Du etwa zehn Stängel der Pflanze in Regenwasser zwei bis drei Wochen gären lassen. Danach verdünnst Du die Brennnesseljauche im Verhältnis 1:10 und düngst damit alle zwei Wochen Deine Tomaten. Ein drittes praktisches Hausmittelchen ist der Kaffeesatz. Wie das funktioniert erklären wir Dir im nächsten Abschnitt genauer.

Tomaten düngen mit Kaffeesatz

Als Hausmittel eignet sich besonders Kaffeesatz als Düngemittel für Deine Tomaten. Er bringt von Natur aus einige Vorteile mit, die Deiner Pflanze von nutzen sein können. Eine positive Eigenschaft von Kaffee ist zum Beispiel, das er die Elemente Phosphor, Stickstoff und Kalium enthält. Außerdem halten die Inhaltsstoffe von Kaffeesatz durch ihren Geruch so manche Pflanzenschädlinge fern. So ist das Düngen mit Kaffeesatz eine super Alternative zu chemischen Düngemitteln, die der Pflanze auch oft schaden können, wenn sie falsch angewendet werden.

Rhododendron Pflege

Kaffee wirkt als natürliches Pflanzenschutzmittel

Durch seine nährstoffreichen natürlichen Inhaltsstoffe wirkt Kaffee als perfektes Pflanzenschutzmittel bei Dir Zuhause. Auch wenn Du keinen Grünen Daumen besitzt, kannst Du beim Düngen mit Kaffeesatz eigentlich nichts falsch machen. Eine Überdüngung mit Kaffee ist fast nicht möglich und deshalb für jeden Zuhause anwendbar. Vor allem Pflanzenschädlinge wie Ameisen kannst Du sehr gut mit Kaffeesatz vertreiben. In der Wachstumszeit im Frühling kannst Du Deine Pflanzen gerne einmal im Monat mit Kaffeesatz düngen. Aber wie gesagt, eine Pflanze kannst Du nur schwer mit Kaffeesatz überdüngen, wie es mit chemischen Dünger oft der Fall ist. Schon aus diesem Grund ist Kaffee sehr gut geeignet.

Tomaten düngen mit Hornspänen

Vor allem bei Hobbygärtnern ist das Düngen mit Hornspänen sehr beliebt. Der Vorteil dabei: Das organische Düngemittel ist zu hundert Prozent natürlich und wirkt von mehreren Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Hornspäne (gemahlene Hufe und Hörner vom Schlachtvieh) enthalten einen großen Anteil an Stickstoff (über zehn Prozent). Besonders die Jungpflanzen benötigen im Frühling nach dem Aussetzen eine stickstoffreiche Düngung für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Der Vorteil von Hornspänen

Da sich die Hornspäne im Substrat anreichern, fördern sie das Wachstum der Tomaten. Natürlich ist die Wirksamkeit auch immer abhängig von Faktoren wie der Bodentemperatur und der Bodenfeuchte, aber auch der Korngröße des Substrates. Da Hornspäne von Natur aus wenig Phosphat enthalten, entsteht im Grunde auch keine Überdüngung. Dadurch ist eine ausschließliche Düngung mit Hornspänen aufgrund von Mangel der anderen Nährstoffe auch nicht sehr sinnvoll und sollte immer in Kombination mit einem anderen Düngemittel gewählt werden.

Tipp: Arbeite die Hornspäne immer in das Substrat ein oder verwende sie als Flüssigdünger. Dafür musst Du diese ein paar Tage in lauwarmen Wasser ziehen lassen. Anschließen mischst Du immer etwa die Menge einer Verschlusskappe in Dein Gießwasser.

Tomaten düngen

Tomaten düngen mit Blaukorn

Auch wenn Blaukorn zu den chemischen Düngemitteln gehört, ist er für den Garten sehr beliebt. Er sollte immer mit Bedacht gewählt werden, da es durch eine falsche Dosierung schnell zur Überdüngung und zu Verbrennungen an den Wurzeln kommen kann. Zudem ist Blaukorn auch nicht für jede Pflanze geeignet. Nichtsdestotrotz stellt Blaukorn Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente für die Pflanze bereit. Deine Tomate benötigt diese für ihr Wachstum und die Ausbildung von Früchten.

Wichtig: Das Düngen mit Blaukorn eignet sich nicht für Jungpflanzen.

Wie funktioniert Blaukorn?

Du möchtest eine Überdüngung mit Blaukorn vermeiden? Dann verwende nur wenige Körner für Deine Tomate. Die kleine Kügelchen arbeitest Du am besten in der Wachstumsphase in die feuchte Erde ein. Achte darauf, dass Du einen guten Abstand zum Pflanzenstamm einhältst. Danach solltest Du reichlich Wasser auf das Substrat gießen, sodass sich die Blaukörner gut auflösen und ihre Wirkung entfalten können. Alternativ kannst Du den Dünger auch im Gießwasser auflösen. Dafür benutzt Du fünf Gramm an Blaukorn auf zehn Liter Wasser.

Tomatenpflanzen Pflege

Das Tomaten Düngen ist genauso wichtig wie das Schneiden oder die Wahl des richtigen Standorts. Ohne eine richtige Tomatenpflanzen Pflege keine aromatisch schmeckenden Tomaten. Genau aus diesem Grund haben wir diesem Thema einen ganzen Artikel gewidmet. Hier erhältst Du die wichtigsten Informationen für die optimale Pflege bei Dir zu Hause und am Ende wirst Du mit den intensiv schmeckenden Früchten belohnt.

Alles auf einen Blick

Du bist zum Ende gekommen und kennst Dich nun mit dem Tomaten Düngen aus. Wir hoffen, dass Dir unsere Tipps geholfen haben. Für weitere Informationen kannst Du Dir sehr gerne unsere anderen Artikel zur Hilfe ziehen: Wann Tomaten pflanzen?, Tomaten aussäen, Tomaten ernten und Tomatensorten.

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