Pflanzenschädlinge – Das hilft gegen die 5 häufigsten Plagegeister

Pflanzenschädlinge sind sowohl unter Hobbygärtnern als auch unter Pflanzenkennern gefürchtet. Das vitale Aussehen Deiner Pflanzen kann schnell zu Ende sein, wenn sich die Schädlinge erst einmal auf ihr breit gemacht haben. Kleinblättrigkeit, Verformungen oder auch Verfärbungen bei den Blättern kann oft schon ein Hinweis auf Pflanzenschädlinge sein. Wir haben hier die 5 häufigsten Schädlinge aufgelistet und zeigen Dir wie Du sie erkennen kannst und noch wichtiger wie Du sie bekämpfen bzw. vorbeugen kannst.

Wo können Pflanzenschädlinge auftreten?

Pflanzenschädlinge können sowohl drinnen auf Zimmerpflanzen, als auch draußen auf Nutz- und Zierpflanzen auftauchen. Einmal die Pflanze besiedelt, können die Pflanzenschädlinge sich überall aufhalten und somit extrem die Pflanze schädigen. Auf den Blättern und in den Blattachseln kommen häufig die erwachsenen Pflanzenschädlinge vor. Doch auch vor der Blumenerde im Pflanzentopf machen die Schädlinge keinen halt. Wenn sie besonders feucht ist, legen sie sehr gerne ihre Eier dort hinein. Daraus schlüpfen dann die Larven. Diese können in der Erde die Wurzeln anfressen. So wird verhindert, dass die Pflanze ihre wichtigen Nährstoffe aufnehmen und weiter wachsen kann.

Pflanzenschädlinge Nr.1: Blattläuse

Die Blattläuse zählen zu den häufigsten Tierchen, die Pflanzen beschädigen. In der Wissenschaft werden sie auch Röhrenblattläuse genannt und gehören wie die Schildläuse, Wollläuse und die Weißen Fliegen zur Gruppe der Pflanzenläuse. Nachdem sie im Winter eine Ruhepause einlegen, kommen sie im Frühling vermehrt zum Vorschein. Mit ihren winzigen Flügeln machen sie vor vielen Pflanzen keinen Halt. Die kleinen Saugrüssel der Blattläuse greifen die Pflanzenzellen der jungen Blätter direkt an. Dadurch saugen sie den nahrhaften zuckerhaltigen Pflanzensaft heraus und schwächen die Pflanze extrem bzw. machen sie anfälliger für Krankheiten.

Luis Fernández García, Aphis-nerii, CC BY-SA 1.0

Blattläuse erkennen

Häufig erkennst Du sie an dem sogenannten Honigtau, der sich über die Blätter zieht. Blattläuse können nämlich nur einen Teil des Pflanzensafts verwerten. Den größten Teil scheiden sie wieder aus. Dieser klebrige Belag auf der Pflanze ist ein zuverlässiger Hinweis für den Befall von Blattläusen. Leider ist der Honigtau zusätzlich ein idealer Nährboden für Pilze. So können gleichzeitig Blattläuse und Pilzbefall Deiner Pflanze schaden. Außerdem können vertrocknete zusammengerollte Blätter oder abfallende Knospen an der Pflanze auch schon einen Hinweis auf Blattläuse geben.

Blattläuse bekämpfen

Falls Deine geliebte Pflanze mal von Blattläusen befallen ist, kein Grund zur Panik! Es muss nicht gleich ein teures chemischen Mittel aus dem Gartencenter her. Du kannst die Blattläuse auch mit einfachen Hausmitteln bekämpfen, die Du womöglich schon Zuhause hast.

1. Spülmittel und Schmierseife:

Löse Spülmittel/Schmierseife im Wasser auf. Besprühe anschließend die Pflanze und achte darauf, dass die Lösung nicht auf die erde kommt. Den Blattlausbefall kannst Du dann mit einem Tuch abwischen. Mehrmals wiederholen.

2. Rapsöl

Für die Wasser-Öl-Emulsion ist das Mischverhältnis: 70% Wasser und 30% Öl. Mit der Sprühflasche kannst Du die Emulsion auf die Pflanzenteile auftragen.

3. Brennnessel-Jauche

Für die Jauche benötigst Du blühende Brennnesseln. Ein Kilo von dem Kraut solltest Du in ca. 10 L Wasser ein bis zwei Wochen gären. Anschließend verdünnst Du immer ein Liter der Brennnessel-Jauche mit zehn Litern Wasser. Besprühe alle im zwei Wochen Rhythmus Deine befallen Pflanze damit.

Blattläuse vorbeugen

Wenn auch viele (Zimmer-)Pflanzen von Blattläusen betroffen sind, gibt es einige Tricks, die Du anwenden kannst um den Befall von Blattläusen vorzubeugen.

Tipp 1: Blattläuse können den Geruch von Knoblauch überhaupt nicht leiden. Deshalb kannst Du ganz einfach ein paar Zehen tief in der Topferde vergraben.

Tipp 2: Stelle eine Lavendel-Pflanze oder Bohnenkraut neben Deine anderen Zimmerpflanzen. Die ätherischen Öle dieser Pflanzen mögen die Blattläuse überhaupt nicht.

Tipp 3: Häufig führen Düngungen mit synthetischem Dünger oft zur falschen Düngung (zu viel Stickstoff im Boden). Vermeide diesen deshalb und greife besser zu biologischen Mitteln.

Pflanzenschädlinge Nr.2: Schildläuse

Schildläuse befallen sowohl Nutz- und Zierpflanzen und kommen deshalb im Freien, aber auch bei Dir in der Wohnung vor. Ihren Namen haben die bis zu sechs Millimeter großen Tiere ihrem wachsartigen Schild, der zwei Millimeter an Durchmesser erreichen kann, zu verdanken. Die Weibchen besitzen einen Stechrüssel mit denen sie die Triebe, Blattstiele und Blätter einer Pflanze aufsaugen. Wertvolle Nährstoffe werden dadurch der Pflanze entnommen. Je nach Art können die Schildläuse neben der Saugtätigkeit auch noch Gift in die Pflanze abgeben, oder sie produzieren wie die Blattläuse Honigtau. Der wiederum ist ein idealer Nährboden für bestimmte Pilzarten. Das belastet die Pflanze doppelt.

Schildläuse erkennen

Schildläuse bekämpfenEin Befall durch Schildläuse macht sich leider erst sehr spät bemerkbar. Da die Tierchen am Anfang ganz unscheinbar an der Blattunterseite und in den Blattachseln leben. Deshalb ist es schwer, sie in einem frühen Stadium zu erkennen. Wenn das Schadbild äußerlich erkennbar ist, dann ist der Befall meistens schon weit vorangeschritten. Auf dem Boden liegende Blätter, braune Flecken/Höcker auf den Blättern, ungeöffnete Knospen, eingefallene Blüten, all das sind Hinweise, die auf einen Befall durch Schildläuse deuten. Wenn das der Fall ist, dann solltest Du dringend etwas unternehmen.

Darkone, Clematis Blatt, Farbe von botanicly, CC BY-SA 2.5

Schildläuse bekämpfen

1. Brennnessel

Verwende hierfür entweder 200 g frische Brennnesseln oder auch 20 g getrocknete Blätter. Zerkleinere diese und übergieße sie mit kaltem Wasser. Du solltest die Mischung anschließend ca. acht Stunden lang ziehen lassen. Schütte die Mischung danach durch ein Sieb um die Blätter abzufangen und verteile die Lösung mit Hilfe einer Sprühflasche auf der betroffenen Pflanze.

2. Oregano

Neben dem Brennnessel-Kraut kann auch Oregano aus dem Garten helfen. Für die Lösung musst Du 100 g frischen Oregano, alternativ 10 g getrockneten Oregano, mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen. Nach 15-20 min kannst Du den Sud durch ein Sieb schütten. Du solltest aber immer im Verhältnis 3:1 den Sud verdünnt mit Wasser mit einer Sprühflasche auf die Pflanze geben.

3. Knoblauch

Du kannst entweder eine Knoblauchzehe in die Erde stecken, oder einen Sud aus Knoblauch herstellen, der effektiver ist. Für die Herstellung benötigst Du  50 g frischen gehackten Knoblauch, den Du mit 1,5 L kochendem Wasser übergießt. Den Sud solltest Du mindestens 30 min ziehen lassen, sodass sich die Wirkstoffe des Knoblauchs perfekt entfalten. Danach kannst Du die abgekühlte und durch ein Sieb geschüttete Mischung in eine Sprühflasche geben und auf die betroffenen  Pflanzenteile sprühen.

Schildläuse vorbeugen

Gerade im Winter solltest Du Deine Pflanzen regelmäßig auf einen Befall untersuchen. Der Zustand der Pflanze ist entscheidend, ob sich die Schädlinge auf ihr bequem machen oder nicht. Und den Zustand kannst Du mit einer richtigen Pflege beeinflussen. Sorge dafür, dass Deine Pflanze auch im Winter genügend Licht bekommt und nicht zu sehr unter trockener Heizungsluft leidet. Außerdem wirkt sich eine starke chemische Stickstoffdüngung negativ auf die Gesundheit Deiner Pflanze aus. Deshalb: Finger weg von chemischen Düngemitteln, die zu viel Stickstoff enthalten!

Pflanzenschädlinge Nr.3: Trauermücken

Pflanzenschädlinge bestimmenOft werden die zwischen 4-7 mm großen Trauermücken mit den Fruchtfliegen verwechselt. Ein großer unterschied ist jedoch der Aufenthaltsort: Während sich die Fruchtfliegen immer in der Nähe von faulem Obst und Essensresten aufhalten, bevorzugen die Trauermücken Pflanzen und feuchte Erde in den Blumentöpfen.

Dabei ist es nicht die Mücke, die den Schaden an der Pflanze verursacht, sondern deren Larve. Sie kommen vor allem in der Blumenerde vor, da sie sich von den Wurzeln und abgestorbenen Pflanzenresten ernähren.

Kjetil Fjellheim from Bergen, Norway, Sørgemygg (Sciaridae) (7297224488), Größe von botanicly, CC BY 2.0

Trauermücken erkennen

Der direkte Schaden durch die Trauermücken betrifft vor allem Steck- und Keimlinge, da deren Abwehrmechanismen noch nicht so ausgereift sind. Wenn diese Jungpflanzen absterben oder die kleinen Stängel innen hohl gefressen worden sind, dann handelt es sich meistens um Trauermücken(larven). Außerdem macht sich ein Befall durch Kümmerwuchs, durch übermäßig viele kleine Mücken in der Nähe der Erde oder den weißen Larven mit schwarzem Kopf in der Pflanzenerde bemerkbar.

Tipp: Achte darauf, dass die Erde im Blumentopf nie zu feucht ist. Der zusätzlich modrige Geruch, der dabei entstehen kann, zieht Trauermücken an

Trauermücken bekämpfen

Den Befall durch Trauermücken kannst Du nicht nur mit chemischen, sondern auch mit biologischen Mitteln bekämpfen. Das solltest immer erst den chemischen Mitteln vorziehen. Hier zeigen wir Dir drei biologische Mittel:

1. Backpulver

Backpulver ist ein reines Wundermittel, da es viele Insekten bekämpft. So reagieren auch die Trauermücken empfindlich auf Backpulver. Ein ideales Hausmittel also. Streue ein bisschen Backpulver auf die Erde und befeuchte sie anschließend. Die Larven, die sich in der Erde befinden, nehmen so das Backpulver auf und gehen mit der Zeit ein.

2. Fruchtsaft

Wie die meisten Insekten lieben auch die Trauermücken Zucker. In gekauften Fruchtsäften ist oft sehr viel Zucker enthalten, was die Tierchen magisch anzieht. Stelle ganz einfach ein Glas gefüllt mit Fruchtsaft über Nacht neben die befallen Pflanze. Diese Methode kannst Du über mehrere Wochen durchführen und nach eine gewissen Zeit bemerkst Du bestimmt, dass sie der Bestand der Trauermücken minimiert hat.

3. Petersilie

Was Trauermücken überhaupt nicht leiden können, ist Petersilie. Verteile deshalb einfach ein bisschen klein geschnittene Petersilie auf der Blumenerde. Die Trauermücken bleiben im Nu der Pflanze fern.

Pflanzenschädlinge bestimmen

Trauermücken vorbeugen

Damit es erst gar nicht zu einem Befall durch Trauermücken kommt, gibt es einige Sachen, die Du beachten kannst. So musst Du den Trauermücken und ihren Larven erst gar nicht den Kampf ansagen.

Tipp 1: Achte immer darauf, dass die Erde Deiner Zimmerpflanze nicht zu feucht ist, denn genau das mögen die Trauermücken. Deshalb solltest Du womöglich auch das Gießverhalten ändern: Gieße immer erst, wenn die obere Erdschicht angetrocknet ist. Außerdem sollte kein Wasser im Blumentopf stehen.

Tipp 2: Wenn Du Deine befallene Pflanze umtopfen musst, dann reinige den alten Blumentopf sehr gründlich, da sich dort gerne die Larven der Trauermücken festsetzen.

Tipp 3: Leider können Trauermücken auch durch frisch gekauft Erde in Deine Wohnung gelangen. Vor allem in Billigerde sitzen die Tierchen gerne. Deshalb immer auf die Qualität beim Kauf neuer Blumenerde achten.

Pflanzenschädlinge Nr.4: Spinnmilben

Gerade im Winter werden Spinnmilben zu einem Problem für Pflanzen, da sie sich bei der trockenen Heizungsluft super wohl fühlen. Es dauert meist nicht lange, bis es sich die 0,5 cm große Spinnmilbe auf Deinen Zimmerpflanzen gemütlich gemacht hat.

Spinnmilben erkennen

Spinnmilben gehören zu den häufigsten Pflanzenschädlingen.Das Erkennen von Spinnmilben fordert manchmal schon ein genaueres Hinsehen. Oft fallen die hellen Sprenkel auf der Blattoberseite nicht sofort auf. Mit ihrem Saugorgan stechen die Spinnmilben ihre Wirtspflanze an und saugen so den Pflanzensaft aus den Zellen. Das führt zur Austrocknung und hellgrünen bis cremeweißen Verfärbungen auf den Blättern. Wenn die Pflanze sehr geschädigt ist, dann kann sie auch komplett austrocknen. Wenn Du Deine Pflanze mit einem Zerstäuber besprühst, dann erkennst Du sehr gut feine weiße Spinnweben. Ein deutlicher Hinweis auf den Befall durch Spinnmilben.

Spinnmilben bekämpfen

Sobald Du einen Befall erkennst, solltest Du nicht lange zögern, sonder handeln. Mit diesen 3 Hausmitteln kannst Du die Spinnmilben bekämpfen:

1. Zwiebelsud

Lege für den Sud trockene Zwiebelschalen (wahlweise auch zusammen mit Knoblauchschalen) über Nacht in Wasser ein. Siebe am nächsten Tag das Wasser ab und sprühe es auf die betroffene Pflanze. Damit das Mittel wirkungsvoll ist, solltest Du es über mehre Tage verteilt auftragen.

2. Kalte Dusche

Auch eine kalte Dusche soll helfen. Stelle die Pflanze dafür in die Badewanne/Dusche und wasche sie mit der Brause ab. So kannst Du die Spinnmilben, die auf den Blättern sitzen entfernen. Wenn sich Tiere auch in der Erde befinden, dann solltest Du unbedingt die Pflanze umtopfen und neue Erde verwenden.

3. Klarsichtfolie

Bedecke die betroffene Pflanze mit Klarsichtfolie (dies geht natürlich nur bei kleineren Pflanzen), möglichst so, dass wenig Luft noch an die Pflanze gelangt. Lass die Folie ca. zehn Tage an der Pflanze. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit und die Spinnmilben sterben nach und nach ab.

Spinnmilben vorbeugen

Da sich Spinnmilben besonders in den Wintermonaten sehr wohl auf Deinen Pflanzen fühlen, solltest Du gerade hier auf die richtige Pflege achten.

Tipp 1: Vermeide trockene Heizungsluft in den Räumlichkeiten.

Tipp 2: Sprühe die Pflanze regelmäßig mit etwas Wasser ein, sodass sie nicht so leicht austrocknet.

Tipp 3: Stelle die Blumentöpfe auf breite Untersetzer in denen ein bisschen Wasser stehen kann. Das verdunstete Wasser kann dann hoch steigen und die Pflanze so ideal befeuchten.

Pflanzenschädlinge Nr. 5: Wollläuse

Die Wollläuse bilden eine Unterfamilie der Schildläuse. Zu diesen gehören in etwa 1.000 Arten. Die zwischen einem und zwölf Millimeter großen Tierchen kommen weltweit vor. In Mitteleuropa sind jedoch die Zitrusschmierlaus und die Langschwänzige Schmierlaus am häufigsten. Die Weibchen können ca. alle zwei Monate bis zu 600 Eier auf die Blätter oder Erde der Pflanze legen. Nach 10 Tagen ist es dann meistens so weit: Die Larven schlüpfen aus ihren Eiern und breiten sich leider rasant aus.

Wollläuse erkennen

Eigentlich erkennst du einen Befall von Wollläusen ganz eindeutig: Kleine, weiße Gespinste umgeben die Tierchen. Diese wachsartige Substanz dient als Schutz. Zusätzlich sondern die Wollläuse genau wie die Blattläuse den Honigtau als Abfallprodukt ab. Diese klebrig süße Substanz zieht Rußpilze stark an. Oft verfärben sich auch die Blätter  gelblich und rollen sich ein, bis sie abfallen. Ist der Befall sehr stark, dann kann es sogar sein, dass die Pflanze abstirbt, aber soweit wird es mit unseren Mitteln gegen Wollläuse natürlich nicht kommen!

Wollläuse bekämpfen

Hier stellen wir Dir drei Mittel gegen Wollläuse vor. Einige von den Hausmitteln hast Du vielleicht schon idealerweise Zuhause. Wenn nicht, dann ist das auch kein Problem, denn diese Sachen bekommst Du problemlos im Supermarkt oder auch im Gartencenter.

1. Knoblauch

Ein bewährtes Mittel gegen Wollläuse ist der Sud aus Knoblauch. Um dieses Hausmittel herzustellen musst Du zuerst 50 g frischen Knoblauch sehr fein hacken. Anschließend übergießt Du ihn mit 1,5 L kochendem Wasser. Lass den Sud ca. 30 min ziehen. Danach kannst Du ihn durch ein Sieb schütten. Wenn der Sud abgekühlt ist, kannst Du ihn mit Hilfe einer Sprühflasche auf die befallene Pflanze bringen.

2. Seifenlösung

Löse 2 EL Schmier- oder Kernseife in einem Liter Wasser auf. Anschließend kannst Du einen Lappen mit der Lösung befeuchten und die befallene Pflanze damit abwischen. Alternativ kannst Du die Lösung auch in eine Sprühflasche geben. Achte immer darauf, dass das Mittel nicht auf die Erde im Topf gelangt.

3. Brennnesselsud

Für den Sud solltest Du 1 kg an frischen Brennnesseln in einem Behälter mit 10 L kochendem Wasser übergießen. Den abgedeckten Behälter solltest Du nun drei Tage ziehen lassen (am besten einmal täglich umrühren). Anschließend kannst Du den Sud wie bei dem Schachtelhalmkraut durch ein Sieb schütten und in eine Sprühflasche umfüllen mit der Du die betroffenen Pflanzenteile besprühen kannst.

Ein Sud aus Brennnessel hilft gegen Wollläuse.

Wollläuse vorbeugen

Leider treten die Wollläuse oft bei falscher Pflege bzw. falschen Standortbedingungen auf. Deshalb ist es umso wichtiger darauf besonders zu achten.

Tipp 1: Trockene Luft und ein zu warmer oder auch dunkler Standort begünstigen den Befall durch Wollläusen. Beachte dies also bei der Standortwahl Deiner Pflanze.

Tipp 2: Achte immer auf eine gut durchlüftete Wohnung und vermeide trockene Heizungsluft.

Tipp 3: Befolge immer genau die Anleitung auf dem Düngemittel. Bei einer Stickstoff überdüngten Erde fühlen sich die Wollläuse nämlich sehr wohl.

Pflanzenschädlinge: Nicht bei Dir Zuhause!

Anhand den verschiedenen Beispielen konntest Du nun sehen, dass es diverse Tierchen gibt, die Deiner Pflanze schaden können. Aber das muss nicht sein! Denn bei allen Pflanzen kommt es immer auf die richtige Pflege drauf an. Egal um welchen Pflanzenschädling es sich handelt, gesunde Pflanzen können in der Regel alleine damit umgehen. Kranke und labile Pflanze sind dagegen leichter anfällig. Deshalb solltest Du z.B. das Gießen immer individuell auf Deine Pflanze anpassen. Regelmäßiges Umtopfen gehört natürlich auch dazu. Und nicht zu vergessen: Ein idealer Standort ist die Voraussetzung für ein gesundes Pflanzenwachstum. Wenn Du das beachtest, dann solltest Du Dir eigentlich keine Gedanken mehr machen müssen, wie Du die lästigen Pflanzenschädlinge wieder wegbekommst, da sie nämlich so erst gar nicht auftauchen!

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