Pflanzen ohne Erde - Luft als Nährstoffüberträger

Pflanzen ohne Erde!? Das Geheimnis hinter Luftpflanzen und co.

Zum Wachsen braucht eine Pflanze Erde, Licht, Wasser und Luft. Aber ist das wirklich immer so? Benötigen alle Deine Pflanzen Erde um Nährstoffe mit ihren Wurzeln daraus zu ziehen? Es gibt durchaus auch Zimmerpflanzen, die sehr gut ohne Erde zurecht kommen. Meist braucht es nicht mehr als eine Glasvase, eine Flasche und Wasser. Du kannst so durch eine neue Art des Gärtnern frischen Wind in Dein Zuhause bringen. Das Thema hier bei uns ist: Zurück zu den Wurzeln. Wie Pflanzen ohne Erde ihr Leben meistern!

Die Funktion von Erde

Erde bildet für die meisten Pflanzen den Grundstein für ihr Wachstum. Schlechte oder die falsche Pflanzenerde führt dementsprechend zu schlechtem Pflanzenwachstum. Im Gartencenter oder auch im Baumarkt kannst Du Dich zwischen unterschiedlichen Sorten und unterschiedlicher Qualität entscheiden. Qualitativ gute Erde erkennst Du zum Beispiel an dem Geruch: Sie sollte nach Wald riechen. Außerdem ist sie locker und fühlt sich leicht feucht und kühl an.

Die Erde, die Du für Deine Pflanzen benötigst, hat unterschiedliche Inhaltsstoffe. Die verschiedenen Stoffe in den Mischungen haben verschiedene Funktionen:

  • Torf: Er ist für die Wasserspeicherung, eine verbesserte Struktur und die Bodenbelüftung zuständig.
  • Kompost: Er hat einen hohen Anteil an den Nährstoffen Stickstoff, Phosphat, Magnesium, Schwefel und Kaliumoxid.
  • Vulkangestein, Sand, Ton oder Perlit: Diese Bestandteile dienen der Auflockerung des Bodens. Außerdem sind sie auch wie der Torf für die Wasserspeicherung zuständig.

In den meisten Fällen wird noch zwischen Universalerde, Anzuchterde und Spezialerde unterschieden. Diese Pflanzenerden sind mit ihrem Nährstoffgehalt an die speziellen Bedürfnisse der Pflanzen ausgerichtet. So wird ein gesundes Wachstum gewährleistet.

Kann Blumenerde Allergien auslösen?

Trotz des hohen Nutzens der Erde für die Pflanzen, ist in manchen Fällen Vorsicht zu bewahren. Bist Du sehr anfällig für Allergien, dann solltest Du darauf achten, dass Deine Blumenerde nicht von Schimmelpilzen befallen ist. Die Blumenerde ist nämlich eine perfekte Quelle dafür, wenn sie einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist. Die Sporen des Schimmelpilzes befinden sich fast überall in der Luft und lagern sich auf einem geeigneten Medium ab und bilden einen Schimmelbelag. Dies ist zum Beispiel die Erde in Deinem Blumentopf.

Wenn Du typische Symptome wie Fließschnupfen, Niesanfälle und Husten hast, dann untersuche am besten Deine Töpfe auf Schimmelpilzbefall und entferne die oberste Erdschicht.

Tipp: Lüfte ausreichend, sodass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Außerdem kannst Du die Erde im Topf  immer mal wieder mit einer Gabel auflockern. Dadurch wird auch ein gute Belüftung gewährleistet und der Schimmelpilz kann sich dort nicht so einfach ablagern.

So funktioniert das Gärtnern mit Pflanzen ohne Erde

Einige Zimmerpflanzen können auch super nur an der Luft oder im Wasser gedeihen. So können Stecklinge oder auch Wasserpflanzen in Deiner Wohnung ein neues Plätzchen finden. Aber auch Pflanzen wie der Kolbenfaden oder der Philodendron, können auf diese Weise hervorragend bei Dir ein neues Zuhause finden, da sie nasse Füße lieben. Du siehst, Pflanzen ohne Erde gibt es durchaus.

Wasser als Grundlage für das Leben

Um eine glamourösen Wassergarten zu Dir nach Hause zu holen braucht es nicht sehr viel. Du musst einfach nur die Erde gründlich von den Wurzeln abspülen, bis diese deutlich zu erkennen sind. Gebe ein bisschen Flüssigdünger in das Wasser und setze Deine Pflanze dort hinein. Neben normalen Wasserpflanzen kannst Du sogar auch ganze Zweige oder eine Sprosse, (z.B. von einer Esche) in Deinem Wassergarten züchten. Was sonst im Boden wachsen würde, gedeiht in einem Gefäß voll Wasser auch super. So kannst Du ganz einfach die Natur zu Dir nach drinnen holen.

Wenn Du Dich doch um entscheidest, kannst Du Dein Sprößling auch einfach wieder in die Erde einpflanzen.

 

Ein Leben in der Luft

Neben dem Wassergarten, kannst Du auch Dein Heim mit Pflanzen schmücken, die ihre Nährstoffe allein über die Luft aufnehmen.

Die sogenannten Tillandsien (Luftpflanzen) leben in ihren natürlichen Habitaten auf anderen Pflanzen oder auch auf Felsgesteinen. Auf den Blättern dieser außergewöhnlichen Pflanzen befinden sich winzig kleine Saugschuppen über die sie Feuchtigkeit und Mineralien aus der Luft filtern können und deshalb keine Erde benötigen.

Tillandsien: Die Überlebenskünstler in der Luft

Wenn Du Deine Wohnung mit Tillandsien ausstatten möchtest, dann bedarf es einer gewissen Pflege. Du kannst Dir merken: Sprühen oder Tauchen! Das Wasser für Deine Tillandsien sollte möglichst kalkfrei sein, da sich sonst die Saugschuppen mit Kalk zusetzen und dadurch die Nahrungsaufnahme verhindert wird. Regenwasser oder abgekochtes Wasser eignet sich perfekt dafür. Der Vorteil dieser Pflanzen: Sie können problemlos 2-3 Wochen ohne Wasser überleben. So kannst Du ohne Bedenken auch mal in den Urlaub fahren. Danach solltest Du sie allerdings kräftig mit einer Sprühflasche besprühen oder in Wasser tauchen. Sonst gilt: 1-2 mal in der Woche mit ausreichend Wasser versorgen.

Schwebende Pflanzen ohne Erde

Damit Deine Tillandsie auch richtig gedeihen kann, sollte auch der richtige Standort gewählt werden. Je nach Herkunft kann dieser unterschiedlich sein. Hier sind einige Tipps, die Du beachten solltest:

  • Genügend Licht, relativ warme Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit sollte vorhanden sein
  • Heller bis schattiger Standort (kommt auf die Sort drauf an)
  • Windgeschützter Ort
  • Vermeide zu starke Sonneneinstrahlung
  • In den Sommermonaten können Tillandsien auch gut auf dem Balkon oder im Garten gedeihen
  • Im Winter solltest Du sie an einen warmen Standort übersiedeln (zum Beispiel Dein Badezimmer)

Außerdem kannst Du Dir diese Faustregel merken: Je grüner Deine Tillandsie ist, desto weniger Sonneneinstrahlung benötigt sie. Hat Deine Tillandsie dagegen eine leicht gräuliche Farbe, dann benötigt sie mehr Sonne und dafür weniger Luftfeuchtigkeit.

Du kannst Deine Tillandsie ganz einfach mit einer  Perlenschnur oder einem stabilen Metalldraht auf einer holzigen Unterlage, z.B. einer flach abgeschnittenen Baumscheibe,  befestigen. Liegend oder hängend, sicher ist, dass diese Pflanzen mit ihrem einzigartigen Aussehen zu einem garantierten Hingucker in Deiner Wohnung werden.

Deine Tillandsien-Familie

Fühlt sich Deine Tillandsie in ihrer Umgebung wohl und versorgst Du sie auch ausreichend mit Wasser, dann bildet sie nach wenigen Jahren Tochterpflanzen aus. Oft Blühen diese Pflanzen auch während dieser Zeit in leuchtenden Farben. Falls Du eine kleine Jungpflanze am Stamm Deiner Tillandsie entdeckst, dann solltest Du dies hier beachten:

  • Die Tochterpflanze sehr vorsichtig entfernen und an einem neuen Untergrund anbringen.
  • Die Standortbedingungen sollten die gleichen wie bei der Mutterpflanze sein.
  • Blüht Deine Tillandsie während dieser Zeit, dann kann es sein, dass sie nach ihrer Blüte abstirbt. Deshalb kannst Du die Tochterpflanze vorbeugend als Ersatz für Deine alte Pflanze umpflanzen.

Luftig leicht gemacht

Hört sich eigentlich doch alles ganz einfach an oder? Ja genau, es hört sich nicht nur einfach an, sondern in der Tat, es ist auch ganz einfach! Alles was Deine zukünftige Pflanzen ohne Erde brauchen, ist Wasser und Luft. Nervige Entscheidungen wie welche Erde kaufe ich im Gartencenter ein oder soll ich doch lieber den kleinen Blumentopf statt den großen nehmen, bleiben Dir erspart. Die Pflegeleichtigkeit der Zimmerpflanzen ohne Erde kommen Dir bestimmt super entgegen. Und die Option einer Hängepflanze bietet Dir plötzlich ganz neue Möglichkeiten Deine Wohnung auch in der Höhe zu begrünen. Los geht’s!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Einfache 30 Tage Rückgabegarantie

30 Tage Geldrückgabegarantie

Premium Pflanzenverpackungen

Garantiert sicherer Pflanzenversand

100% Sicherer Checkout

PayPal / MasterCard / Visa