Aussaat und Keimung: Wie aus Saatgut neue Pflanzen entstehen

Der Frühling steht vor der Tür und die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken nicht nur in uns neue Lebensgeister: Es wird endlich wieder grün in der Pflanzenwelt. Der perfekte Zeitpunkt, um mit der Aussaat Deiner Pflanzensamen zu starten. Welche Bedingungen für die Keimung des Saatguts wichtig sind und was genau dabei passiert, verraten wir Dir in diesem Artikel.

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Warum Pflanzen im Frühling keimen

Damit die Keimung nicht unter ungünstigen Bedingungen stattfindet, z.B. während des Winters, entwickeln viele Samen ihre Keimfähigkeit erst nach einer Ruhephase – der sogenannten Keimruhe. Um aus ihr zu erwachen, benötigen die Samen bestimmte Reize aus ihrer Umwelt. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Keimung sind Wasser, Sauerstoff und geeignete Lichtverhältnisse. Die optimale Temperatur kann je nach Art des Samens sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich begünstigen jedoch konstante Temperaturen die Keimung.

Unter- oder oberirdisch?

Viele wissen es nicht, aber bei Saatgut unterscheidet man zwischen Licht – und Dunkelkeimern. Dunkelkeimer brauchen Dunkelheit, weshalb ihre Samen meist einige Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen müssen. Im Gegensatz dazu dürfen die Samen der Lichtkeimer kaum oder gar nicht mit Erde bedeckt sein. Da sie meist sehr klein sind, enthalten Lichtkeimer nicht genug Nährstoffe und somit zu wenig Energie, um eine dicke Bodenschicht zu durchwachsen.

In jedem Samen schlummert ein winziger Pflanzenembryo

Im Inneren des Samens liegt der Pflanzenembryo. Er ist von der Samenschale umgeben und so vor äußeren Einflüssen geschützt. Die meisten Samen befinden sich in einem trockenen Überdauerungszustand. Bevor aus dem Embryo eine Pflanze entstehen kann, muss der Samen also Wasser aufnehmen und quellen. Das Wasser mobilisiert die im Nährgewebe gespeicherten Reservestoffe. Sie werden mit Hilfe von Sauerstoff abgebaut und dienen als Energiequelle. Zusätzlich wird durch die Quellung die Samenschale aufgebrochen und somit das Wachstum erleichtert.

Das Wachstum beginnt

Zunächst wächst die Keimwurzel in den Boden, verzweigt sich und bildet Wurzelhaare. Ist die Wurzel im Boden verankert, tritt die Sprossachse mit den ersten Blättern aus dem Samen aus. Wurzel und Sprossachse wachsen in entgegengesetzte Richtungen. Dabei beziehen sich die Wachstumsrichtungen auf die Schwerkraft: die Wurzel wächst zur Schwerkraft hin, die Sprossachse von ihr weg. Mit Hilfe von Licht kann nun der junge Keimling Energie durch Photosynthese selbst erzeugen und ist nicht länger auf die begrenzten Reservestoffe im Samen angewiesen.

Für die Keimung Deiner Pflanzensamen solltest Du also darauf achten, dass Du die Erde immer feucht hältst. Am besten gelingt Dir das mit einer Sprühflasche oder durch vorsichtiges Gießen. Dadurch vermeidest Du, dass die Erdschicht, die Deinen Samen bedeckt, weggeschwemmt wird und die Samen freilegt. Stellst Du deine Pflanzentöpfe auf die Fensterbank, bekommt der junge Keimling genug Licht, um zu einer gesunden Pflanze heranzuwachsen.

Danke an Laura Götzinger für diesen Gastbeitrag.
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