Herbstspaziergang

Herbstspaziergang: Diesen Pflanzen solltest Du besondere Beachtung schenken

Nach einem unglaublich warmen und trockenen Sommer starten wir in die nasse Jahreszeit, den Herbst. Einige liebe ihn, die anderen verabscheuen das nasskalte Wetter. Wir geben Dir einen Grund den Herbst mit all seinen Farben zu genießen und vielleicht auch auf die eine oder andere Pflanze besonders zu achten. Hol Regenjacke und Gummistiefel aus dem Keller, denn wir nehmen Dich mit auf einen Herbstspaziergang durch Berlin.

Was passiert im Herbst?

Blätter fallen vom Baum, Es wird zunehmend kälter und es regnet viel. Der Herbst ist die Vorbereitung auf den Winter. Doch warum färben sich die Blätter im Herbst und fallen dann vom Baum und wieso können einige Pflanzen nur im Herbst wachsen? Wir geben Dir Blick hinter die Kulissen von Deinem Herbstspaziergang und erklären dir ganz einfach was die Natur sich dabei gedacht hat.

Wieso verfärben sich die Blätter ?

Chlorophyll sorgt in den Blättern für die kräftige grüne Farbe. Wird es kälter und dunkler, lagert der Baum das Chlorophyll aus den Blätter in den Wurzeln, Ästen und im Stamm ein. Die ursprünglichen Pigmente der Blätter kommen nun zum Vorschein. Das rot, orange oder gelb ist die eigentliche Farbe der Blätter und wird im Sommer durch das Chlorophyll verdeckt.

Wieso fallen die Blätter vom Baum?

Sobald das Chlorophyll im restlichen Baum eingelagert wurde, beginnt er die „Wasserleitung“ zu kappen. Der Baum verdunstet den Großteil seines Wasser über die Blätter. Durch die kalte Jahreszeit gelangen die Wurzeln an immer weniger Wasser. Also bildet der Baum zwischen Zweig und Blattstiel ein Trenngewebe, diese verkorkt und letztlich fällt das Blatt vom Baum.

Woher weiß der Baum dass der Herbst beginnt?

Grüne Blätter bilden im Sommer mithilfe von Sonnenlicht lebensnotwendige Nährstoffe für den Baum. Wird also im Herbst das Sonnenlicht weniger, werden weniger Nährstoffe bereitgestellt und der Baum weiß sofort: es wird Herbst.

Weder Tier noch Pflanze: der Pilz

Bei einem schönen Herbstspaziergang darf das Pilze suchen natürlich nicht fehlen. Es gibt viele schöne Rezepte, ob eine cremige Suppe und einfach nur gebraten, sie sind frisch gepflückt besonders lecker.

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Wo findest Du Pilze am besten?

Pilze mögen Feuchtigkeit und Wärme. Nach einigen Tagen Regen und milden Temperaturen stehen die Chancen auf einen gut gefüllten Korb besser als während langer Trockenheit. In feuchten, bemoosten Mulden und Hängen oder an Baumstümpfen ist die Erfolgschance größer als auf ausgetrocknetem Waldboden.

Tipp: Manchmal lohnt es sich nach einigen Tagen und Wochen an die selbe Stelle zurück zukommen. Meist haben sich bereits neue Pilze dort gebildet.

Nutzen für Wald und Mensch

Pilze sind sehr wichtig für den Wald. Sie zersetzen abgestorbene Wurzeln, Blätter, Nadeln und Holz zu nährstoffreicher Erde. Sie sorgen dafür, dass Nähr- und Mineralstoffe in den Stoffkreislauf der Natur zurückkehren. Pilze zersetzen mit der Zeit auch Papier, Textilien und jeden Biomüll mit Hilfe ihrer speziellen Enzyme.

Pilze sind jedoch auch eine wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere wie z.B. Mäuse, Rehe, Dachse, Eichhörnchen, Schnecken und Insekten.

Für uns Menschen sind die Pilze auch von großer Bedeutung. Wir können sie nämlich nicht nur essen, sie dienen uns zusätzlich als Heilmittel und sogar als natürliches Pflanzenschutzmittel.

Mykorrhizapilze spielen in der Landwirtschaft eine große Rolle. Sie gehen mit den Pflanzen eine Symbiose ein. Die Pflanze bekommt mehr Nährstoffe und Wasser durch die Pilze. Die Pilze verlangen als Gegenleistung nur Kohlenhydrate in Form von Zucker.

Überraschungen die man leicht übersieht

Wenn Du durch die Heide oder durch den Wald läufst, können Dir mehrere unglaublich schöne Pflanzen entgehen. Wir haben Dir hier 3 Pflanzen aufgelistet, die Du leicht erkennen kannst.

Die Besenheide

Die Besenheide oder auch Heidekraut genannt, kannst du nicht nur im Blumenladen kaufen. Sie wächst auch natürlicherweise bei uns an sonnigen bis lichten Standorten. Du kannst sie auf trockenen Wiesen erkennen, bei deinen der Boden überwiegend kalkfrei und sandig ist.

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Die Goldrute

In großen Kolonien wächst sie auf Schotter und an Wegen und lässt die Welt gelb erstrahlen, wenn die Blumen des Hochsommers längst verblüht sind. Das besondere an der Pflanze: Du kannst aus ihren Blüten einen heilende Tee brauen. Die Goldrute hilft gegen Blähungen, Reuma und bei Insektenstichen.

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Die Herbstzeitlosen

Die heimische Knollenpflanze wächst auf feuchten, nährstoffreichen Wiesen sowie in lichten Wäldern. Die Blätter erreichen eine Länge von etwa 25 Zentimeter und ähneln Tulpenblättern. Von August bis Oktober kommen aus den Knollen die rosa-lila gefärbten Blüten.

Vorsicht: Die Pflanzen sind für Pferde, Rinder und für uns Menschen hoch giftig.

Herbstspaziergang

3 Tipps für einen Herbstspaziergang in Berlin

In Berlin hast du viele Möglichkeiten einen wunderschönen Herbstspaziergang zu unternehmen. Am schönsten ist es, wenn die Blätter sich langsam kunterbunt färben und sich trotz der Kälte die Sonne warm auf der Haut anfühlt.

Der Grunewald

Der Grunewald ist mit seinen 22 km² das größte Waldgebiet im Westen Berlins. Du hast hier die Möglichkeit viele Wanderwege für Deinen Herbstspaziergang zu bestreiten und kannst auch noch Deine Fellnase mitnehmen. Ein Highlight des Grunewalds, ist der Teufelsberg. Von hier aus hast Du einen wunderschönen Blick über Berlin und zeigst dem stressigen Alltag die kalte Schulter. 

Zum Grunewald gehört auch die Pfaueninsel. Hier leben das ganze Jahr über Pfauen, daher auch der Name. Die Insel ist recht weit abgeschnitten von Berlin und Du kannst hier einmal richtig die Seele baumeln lassen. Einem schönen Herbstspaziergang im Grunewald steht als nichts mehr im Wege.

Schlosspark Charlottenburg

Der Park existiert bereits seit 1699.Er war ein Geschenk von Kurfürst Friedrich III an seine Frau Sophie Charlotte von Hannover, nach der auch der Bezirk benannt ist. Am parkeigenen See kannst du Enten und Schwäne beobachten. Die Spazierwege im Schlosspark führen, teilweise am Wasser entlang, bis in die benachbarten Bezirke Spandau und Wedding hinein.

Tipp: Komm am besten unter der Woche auf einen Herbstspaziergang vorbei, dann sind weniger Menschen unterwegs und du kannst dich besser entspannen.

Der Plänterwald

Ein beliebtes Ziel für einen Herbstspaziergang ist der 72 Hektar große Plänterwald. Er wurde 1876 angelegt und war früher ein Vergnügungspark. Hier kannst umgefallene Plastikdinosaurier, das verrostete Riesenrad und Schwanenboote begutachten. Hier sieht man vor allem wie sich die Natur zurückholt was einst ihr gehörte.

Am besten gelangst du über den S-Bahnhof Treptower Park zum Plänterwald. Du kannst gemütlich am Wasser entlang spazieren und kommst an der Schiffsanlegestelle vorbei. Im Plänterwald kannst du Joggen, mit Deinem Hund herum toben oder eben einen schönen Herbstspaziergang machen.

Herbstspaziergang

Einem schönen Herbstspaziergang in Berlin steht absolut nichts im Wege. Du kannst Pilze sammeln und eventuell aus Kastanien und Blättern hübsche Dekoration für Deine Wohnung basteln.

Suchst du noch nach weiterer Dekoration, die aus deinem Zuhause eine Oase machen? Dann schau doch mal auf unserer Seite vorbei und lass dich inspirieren.

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