Aloe Vera gießenWeitere Tipps und Tricks für die Aloe Vera Pflege

Aloe Vera Pflege ganz einfach: Standort, Gießen, Vermehren

Möchtest Du nicht auch eine dieser schönen Aloe Vera Pflanzen bei Dir Zuhause haben? Oder vielleicht besitzt Du schon eine oder auch mehrere und bist Dir aber noch nicht so sicher was die Aloe Vera Pflege betrifft. Das ist kein Problem, denn genau hier springen wir ein. Gemeinsam mit Dir schauen wir uns an, was die Pflanze so besonders macht und vor allem wie sie richtig zu pflegen ist. Unsere Tipps sollen Dir helfen, die Aloe Vera optimal in ihrem Wachstum zu fördern. Du möchtest ja schließlich auch, dass Deine Pflanze in voller Pracht erscheint.

Die Geschichte der Aloe Vera

Die ursprüngliche Heimat der Heilpflanze Aloe Vera liegt auf der arabischen Halbinsel. Mittlerweile ist sie aber auf allen Kontinenten beheimatet und wird dort als Zier- und Heilpflanze kultiviert. Das Wort Aloe kommt aus dem Arabischen und bedeutet „bitter“. Vera kommt hingegen aus dem Lateinischen und bedeutet „wahr“.  Im deutschen Sprachraum wird die Aloe Vera auch gelegentlich Echte Aloe  oder Wüstenlilie genannt. Der botanisch korrekte Begriff ist jedoch Aloe vera Linné, da der schwedische Botaniker Carl von Linné als Entdecker dieser Pflanze gilt.

Merkmale der Aloe Vera

Mit ihren dicken, fleischigen und spitzen Blättern gilt die Aloe Vera als Heilpflanze, da das gelartige Blattinnere bei den unterschiedlichsten Krankheiten heilende Wirkungen hat. Die Blätter können etwa 50 Zentimeter lang werden und bei gut wachsenden Pflanzen sogar eine Breite von ca. sieben Zentimetern erreichen. Ihre Farbe kann von dunkelgrün bis graugrün variieren und rötliche Schattierungen aufweisen.

Das besondere der Blätter, sie besitzen drei unterschiedliche Schichten. Die oberste Schicht ist graugrün und wird als wachshaltige Blattrinde bezeichnet. Sie schützt die Pflanze vor Verdunstung und Hitze. Zwischen Blattrinde und dem Mark ist ein gelbe und bitter schmeckende Faserschicht, die ungenießbar ist. Sie sollte beim Verzehr der Aloe Vera immer entfernt werden, da sie zu Durchfall und Magenschmerzen führen kann. Das Blattinnere ist der Wasserspeicher und kann auf verschiedene Weise zubereitet werden. Außen an den Blättern sind winzig kleine Stacheln, während die Blattoberseite glatt ist.

Aloe vera vermehren

Die unterschiedlichen Arten der Aloe Vera

Die Gattung der Aloe hat ca. 250 Arten und vielen werden heilende Wirkungen zugesprochen. Je nach Art unterscheiden sie sich auch erheblich in ihrem äußerlichen Erscheinungsbild. Die bei uns häufigsten Arten sind hier aufgelistet:

  • Aloe arborescens
  • Aloe aristata
  • Aloe Vera (Aloe barbardensis)
  • Aloe brevifolia
  • Aloe ferox
  • Aloe variegata

Die richtige Pflege für Deine Aloe Vera: Standort, Gießen, Vermehrung etc.

Wie bei allen (Zimmer-)Pflanzen kommt es auch bei der Aloe Vera Pflege darauf an, das sie optimal ist. Denn nur dann kann sie sich voll entwickeln und ein gesundes Wachstum haben. Wir wollen Dir nun zeigen, was Du bei der Aloe Vera Pflege alles beachten solltest.

Aloe Vera Standort

Wegen ihrer Herkunft mag die Aloe Vera sehr warme Standorte mit viel Sonnenlicht. Als Zimmerpflanze solltest Du sie wenn möglich an ein helles und sonniges Südfenster stellen. Wenn Du zu den Glücklichen gehörst und einen Wintergarten besitzt, dann suche am besten dort ein geeignetes Plätzchen für sie.

Achtung: Die Aloe Vera sollte nicht zu starken Sonneneinstrahlungen ausgesetzt werden. Dies kann nämlich dazu führen, dass sich ihre Blätter braun verfärben und austrocknen.

Tipp: In den Wintermonaten solltest Du sehr darauf achten, dass die Temperatur am Standort nicht unter 15 °C fällt. Von Natur aus kann die Aloe Vera nicht gut mit kühlen Temperaturen umgehen und stirbt im schlimmsten Fall ab.

Aloe vera umtopfen

Aloe Vera Boden

Auch das richtige Substrat ist bei Deiner Aloe Vera Pflege sehr wichtig. Sie gehört zu den Sukkulenten, den wasserspeichernden Pflanzen, und bevorzugt mineralischen, nährstoffreichen aber humusarmen Boden. Wenn Du noch ein wenig Sand in das Gemisch gibst, dann ist das ideal für die Pflanze, da so das überschüssige Wasser gut nach unten ablaufen kann und keine Staunässe entsteht.

Tipp: Achte immer darauf, dass der Boden nicht zu feucht ist. Das kann schnell zu Fäulnisschäden führen.

Aloe Vera gießen

Am besten gießt Du Deine Aloe Vera entweder morgens oder abends. Zweimal in der Woche reicht vollkommen aus. Im Winter sogar weniger, da sie hier nicht so viel Wasser verdunstet. Wichtig ist, dass Du die Pflanze immer von unten gießt, d.h. dass nur Wasser auf die Erde kommen sollte und nicht auf die Blätter. Falls sich doch einmal Staunässe im Untertopf ansammeln sollte, dann gieße dies bitte einfach ab. Weitere Tipps zum Thema Gießen bei Aloe Vera Pflanzen findest Du auf unserem Artikel „So oft solltest Du Deine Aloe Vera gießen„.

Aloe Vera düngen

In ihrer Pflege ist die Aloe Vera ziemlich anspruchslos. Deshalb musst Du sie auch nur während der Wachstumszeit alle zwei bis vier Wochen düngen. Verwende hier am besten einen Kakteendünger. In den Wintermonaten ist das Düngen nicht erforderlich.

Aloe Vera schneiden

Durch das Schneiden kannst Du die Form und den Wuchs der Pflanze beeinflussen. Wenn sich Seitentriebe an der Mutterpflanze entwickeln, dann kannst Du diese super für die Vermehrung benutzen. Einfach vorsichtig mit einem scharfen Messer abtrennen und neu eintopfen. Wenn Du die Außenblätter der Aloe Vera regelmäßig abschneidest, dann hilfst Du ihrer Verjüngung mit bei. Sterben diese Blätter also ab, dann kannst Du sie entfernen und das enthaltene Gel eventuell sogar noch verwenden.

Aloe Vera gießen

Aloe Vera umtopfen

Die richtige Aloe Vera Pflege beinhaltet auch das regelmäßige Umtopfen der Pflanze. Wenn Du sie ca. alle zwei bis drei Jahre, zwischen den Monaten Mai und Juni umtopfst, dann kann eigentlich nichts schief gehen. Natürlich gilt hier, wenn Du merkst, dass Deine Aloe Vera schon früher einen neuen Topf benötigt, dann zögere nicht und pflanze sie möglichst bald in einen neuen Topf mit frischer Erde. Beim Umtopfen solltest Du allerdings einiges beachten: Lass die Erde einige Tage vorher etwas antrocknen, so löst sie sich besser aus dem Topf. Unten in den Topf füllst du am besten ein Gemisch aus Kies und Sand. Dann stelle die Pflanze darauf und befülle das Gefäß mit Erde. Die ausführlicheren Schritte findest Du in unserem Artikel „Aloe Vera umtopfen„.

Aloe Vera vermehren

Auch das Vermehren der Aloe Vera gelingt Dir in wenigen Schritten. Mit zwei unterschiedlichen Methoden. Einmal den Blattstecklingen und den Seitensprößlingen, kannst Du ganz einfach von Zuhause aus Deine eigene Aloe Vera Familie gründen. Bei beiden Varianten musst Du vorsichtig, entweder den ganzen Ableger oder nur ein Blatt von der Mutterpflanze mit einem scharfen Messer abschneiden und die Schnittstelle antrocknen lassen bevor Du sie in einen geeigneten Topf pflanzt. Eine genaue Anleitung findest Du in unserem Artikel „Aloe Vera vermehren„.

Ist die Aloe Vera giftig?

Vielleicht hast Du Dich ja schon öfters einmal gefragt, ob Deine Pflanze giftig für Haustiere wie Hunde oder Katzen ist bzw. ob sie auch Kindern schaden kann. Im Grunde ist die Aloe Vera eine Heilpflanze, d.h. sie hat auf jedenfall heilende Wirkstoffe. Aber leider sind nicht alle Pflanzenbestandteile zur Verwendung gedacht. Die bittere Faserschicht zwischen Blattrinde und Mark enthält einen ungenießbaren (giftigen) Stoff, der beim Verzehr zu Darm- und Magenbeschwerden kommen kann. Bei Menschen/Kindern aber auch bei Deinen Vierbeinern.

Tipp: Stelle die Pflanze einfach außer Reichweite von Kindern und Haustieren, dann können sie auch nicht versehentlich die Blätter verzehren.

Aloe Vera essen

Aloe Vera als Heilpflanze

Das Schöne bei Deiner Aloe Vera ist, dass Du sie vielseitig verwenden kannst. Ob Du das Blattinnere für leckere Gerichte wie Salate und Smooties oder es für Heilzwecke verwendest bleibt Dir überlassen. Die Heilpflanze besitzt viele Eigenschaften von denen Du profitieren kannst. In unserem Artikel „Aloe Vera: Heilpflanze für Zuhause“ haben wir hilfreiche Informationen zusammengestellt.

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